5 Tipps zum Dirty Talk

Unbestritten: Sex wird besser, wenn man über ihn spricht. Aber wie ist das eigentlich, wenn man beim Sex redet? Bei Dirty Talk musste ich bis vor kurzem immer an schlecht geskriptete Pornoszenen und sich wiederholende Obszönitäten denken. Dabei ist Dirty Talk so viel mehr.

Text: Sarah Kessler / Foto: imacture/stock.adobe.com

5 Tipps für sexy Bettgeflüster

Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer der Anfang sein kann, habe ich im Folgenden meine Einsteigertipps in einem kleinen „How to talk dirty“ zusammengefasst:

Reden ist Silber, Lachen ist Gold!

Kommunikation ist der Schlüssel. In meinem Fall war es eine aktive Entscheidung, beim Sex mehr zu reden und die habe ich mit meinem Partner auch besprochen. Was uns danach vor allem geholfen hat? Eine (sehr!) große Portion Humor. Sich nur nicht selbst zu ernst nehmen! Unsere ersten Bettflüstereien endeten meistens mit einem unkontrollierbaren Lachanfall.

Beschreiben, was man eh schon tut!

Nachdem wir uns die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt hatten, war die erotische Stimmung kurzzeitig dahin. Wir lagen nackt nebeneinander, beide etwas peinlich berührt. Ich drehte mich auf die Seite, so dass ich meinen Partner angucken konnte, streichelte ihm sanft über die Brust und fragte ihn, was er jetzt gerne mit mir machen würde. Das war Öl ins Feuer! Die perfekte Frage für einen sanften Einstieg, denn es fühlt sich nicht „schmutzig“ an und machte mich augenblicklich heiß. Ihn übrigens auch!

Telefon-Sex

Bleiben wir noch einen Moment bei dem, was wir schon kennen. Aus der Komfortzone wagen wir uns erst, wenn alles richtig sitzt (oder man dazu gezwungen wird). Und natürlich gilt auch im Bett: Übung macht die Meisterin. Bei uns hat es sich zufällig ergeben, als ich für einen Job einige Wochen in einer anderen Stadt wohnte. Aber auch wenn man eine Wohnung teilt, kann man sich aktiv zum Telefonsex verabreden – auch wenn sich das zunächst albern anhört. Wenn man nicht gerade in einer anderen Ecke des Landes ist, dann geht die eine eben ins Wohnzimmer und der oder die andere macht es sich im Schlafzimmer bequem. Fakt ist: Beim Telefonsex muss man kommunizieren. Das verbale Vorspiel kann durchaus in einem Höhepunkt enden, z.B. wenn man es sich dabei selbstmacht! Und noch etwas: Es ist egal, was man sagt. Die Geschichte muss weder logisch noch stringent sein. Ich habe mich anfänglich nämlich viel zu sehr mit dem eigentlichen Inhalt unter Druck gesetzt. Ergebnis: schnurzpiepegal! Nur DAS ihr was sagt, ist wichtig!

Pausen gönnen

Nur weil man es sich vorgenommen hat, muss es jetzt nicht gleich jedes Mal verbal „dirty“ zugehen. Wie überall gilt vor allem beim Sex: Alles kann, nichts muss. Vorausgesetzt alle Beteiligten sind dabei. Aber das ist ja klar! Wir hatten eine Phase, in der wir super viel geredet haben, dann wieder eine Zeit, in der wir unseren Körpern die Kommunikation überlassen haben.

Und dann mehr wagen!

Tipps eins bis vier sitzt? Prima! Dann ist es jetzt an der Zeit, sich ins wahre Abenteuer zu stürzen. Dabei kommt es darauf an, so präzise wie möglich auszudrücken, was man gerade mit dem Sexpartner bzw. der Sexpartnerin machen will (nicht möchte!) oder was er bzw. sie tun soll (nicht könnte oder sollte!). Es gibt keine falschen Sätze. Alles, was anmacht, ist richtig. Keine Scham, keine Zurückhaltung.

Übrigens muss Dirty Talk nicht unbedingt erst im Bett anfangen. Wie wäre es damit, dem Date mal eine Message zu schicken á la: „Weißt du, was ich gerade gerne mit dir anstellen würde?“. Oder auf einer gemeinsamen Party dem Partner, Date oder potenziellen One-Night-Stand ins Ohr zu hauchen: „Ich will, dass du mich zum Kommen bringst!“

Diese kleine Anleitung „How to talk dirty” stellt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr umfasst sie Anregungen, die für mich und meinen Partner funktioniert haben. Es sind erste Schritte, mit denen ich Mut machen möchte, etwas auszuprobieren. Denn – und wenn ich nur dies vermitteln konnte – Kommunikation ist das Allerwichtigste! Sie schafft Vertrauen, egal ob in einer festen Beziehung, mit dem Date oder One-Night-Stand. Und Sex ohne Vertrauen? Nein, danke.

 
 

Für alle, die nun Lust bekommen haben, aber noch nicht so recht wissen, wie sie starten sollen, findet sich in Séparée No.33 noch mehr konkrete Inspiration.

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