anuux on the hunt: Fräulein Kitty im Interview
Verrate uns kurz, wer du bist.
Hallo, ich bin Fräulein Kitty und gerne in der kinky Szene unterwegs. Die Berliner Clubkultur fasziniert mich bereits seit über einem Jahrzehnt. Wie mein Name bereits vermuten lässt, ist das Kitty nach wie vor mein Lieblingsclub. Das KitKat hat aber noch eine weitere besondere Bedeutung für mich: Vor fast vier Jahren habe ich dort meinen Verlobten kennengelernt.
Und mit genau diesem Verlobten veranstaltest du erlesene und sehr intime erotische Zusammenkünfte. Was genau können sich die geneigten Leser*innen darunter vorstellen?
Genau. Wir beide lieben den sexpositiven, offenen und hedonistischen Lifestyle. Somit haben wir uns zu dritt, mit unserem besten Freund, vor ca. zwei Jahren überlegt, wie eine ideale kinky Party sein sollte. So entstand die erste S.U.S. Party und durch das tolle Feedback der Community wurde daraus unsere eigene kinky Partyreihe.
Wir haben unsere Leidenschaften vereint und einen queeren Safer Space entworfen, wo alle, die Respekt und Consent verstehen, herzlich willkommen sind – unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung. Wir lieben es, wenn alle gemeinsam feiern und miteinander Spaß haben können. Unsere Partys variieren von harten Techno-BDSM-Events, über Disco-Kostüm-Abende und kinky Psy-Nächte bis hin zu privaten Orgien. Performances und Shows sind dann auch immer Teil des Programms, alles gepaart mit viel Kreativität und Liebe zum Detail. Den Gäst*innen mit S.U.S. nicht irgendeine Feier, sondern nach Möglichkeit das beste Erlebnis zu bescheren, steht für uns an erster Stelle.
Unsere Veranstaltungen sind ideal für bereits in der sexpositiven Szene erfahrene Menschen, aber auch für Newbies, die ihre Sexualität und Freiheit neu entdecken möchten.
Das Kürzel S.U.S. ist nun schon öfter gefallen. Was versteckt sich dahinter?
S.U.S. ist, wie wir sagen: „Das Hedonistische Lifestyle-Programm”. Es steht für S.ecret U.nderground S.ociety und war eine gemeinsame Idee unseres Trios. Auf dem zugehörigen Logo sind drei Ringe zu sehen, die nicht nur für uns drei stehen, sondern auch eine persönliche Verbindung zum BDSM darstellen. S.U.S. steht für eine vielschichtige, versteckte Community, die man erst einmal finden muss, um dann Teil davon zu werden.
Das klingt äußerst spannend! Wie kann man Kontakt zu euch aufnehmen?
Ganz einfach: Via Telegram (@SUS030) oder Instagram (@s.u.s.030). Über eine persönliche Nachricht freuen wir uns besonders. Auf Wunsch fügen wir unsere Gäst*innen in unsere S.U.S.-WhatsApp-Gruppe hinzu, wo alle wichtigen Informationen zu kommenden Events zu finden sind. Es gibt aber auch offizielle Formulare, welche auf Joyclub.de und Fetlife.com zu finden sind, um sich für einige unserer Events anzumelden.
Solch spannende Gesellschaften brauchen gewiss klare Regeln und eine gute Planung. Woher nehmt ihr eure Inspiration? Was ist erlaubt? Was geht gar nicht?
Richtig, klare Regeln und Planung sind wichtig, wir wollen ja auf jeder Party einen Safer Space bereitstellen, in welchem sich alle Gäst*innen wohlfühlen sollen. Wir haben daher für gewisse Events Anmeldeformulare. Diese erleichtern uns bereits vor der Party die Selektion. Erlaubt ist alles Mögliche, was im Einvernehmen geschieht. Consent ist dabei ein wichtiges Fundament.
Allgemein werden Diskriminierungen jeglicher Art von uns nicht geduldet. Die Erfahrungen, die wir über die Zeit gemacht haben, möchten wir nutzen, um sie auf positive Art und Weise mit anderen zu teilen oder eben, sofern sie negativ waren, zu verhindern. Und eben diese Eindrücke sind stete Inspiration für unsere Veranstaltungen. Dementsprechend selektieren wir unpassende Personen so gut es geht vor Veranstaltungsbeginn heraus. Sollte sich doch jemand daneben benehmen, so wird diese Person gebeten, die Party zu verlassen. Uns ist die Sicherheit unserer Gäst*innen am wichtigsten und wir entscheiden uns lieber für eine kleinere Anzahl an Personen, als die Party nur der Menge wegen mit nicht passenden respektlosen Personen zu überfüllen.
Ihr veranstaltet vorrangig, aber nicht ausschließlich, heterofokussiert. Spielt Analverkehr bei euch eine Rolle?
Unsere Events sind auf respektvolle Menschen fokussiert, ganz gleich welche Orientierungen diese haben. Daher finden bei uns alle möglichen Vorlieben einen Ort, an dem sie ausgelebt und geliebt werden können.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Gibt es bereits Themen-Ideen für die nächsten Events?
Wir sind auf dem Fluidity Festival als Co-Creators anzutreffen und werden dort unseren S.U.S.-Floor haben. Der Floor wird mit passender Musik, Performances und anderen Annehmlichkeiten zum Spielen und Tanzen einladen. Dort wird es heiß hergehen – so viel ist sicher.
Zusätzlich finden unsere privaten Orgien alle zwei Monate statt. Abgesehen davon sind natürlich auch noch viele weitere S.U.S. Events geplant.
Danke für den kleinen Einblick in eure facettenreichen Feiern.
JOW





