Eine Million Diamanten

Der Beginn einer zarten Romanze auf der verschneiten Alb. Eine Leserzuschrift.

Text: Roland Goschke

Das idyllische kleine Dorf mit einem schönen offenbar gerade erst neu gepflasterten Marktplatz irgendwo auf der schwäbischen Alb hatte es ihm angetan. Einen Dorfgasthof gab es auch und kurzentschlossen parkte er sein Auto und ging fragen, ob ein Zimmer frei wäre. Ja, das wäre kein Problem, bekam er zur Antwort, als er fragte, ob er denn auch einen Hund mitbringen und ein paar Tage bleiben könnte. So holte er seine Reisetasche und seinen Weißen Schweizer Schäferhund namens Djessy aus dem Auto und bezog ein schönes, überraschend großes Zimmer im ersten Stock mit Blick auf den Marktplatz.

Als er Wasser und Futter für Djessy bereit gestellt und dessen Decke in einer Ecke des Zimmers ausgebreitet hatte, blickte er versonnen aus dem Fenster hinunter auf das Treiben auf dem Marklatz an diesem sonnigen Freitag im November. Kurzentschlossen schnappte er sich eins der Bücher, die er gerade las, verließ den Gasthof und ging geradewegs auf die Bank in der Sonne zu, die er vom Fenster aus gesehen hatte.

Er hatte kaum eine Seite gelesen, als ihm eine groß gewachsene Frau auffiel, die ihr Auto in der Nähe geparkt hatte und nun mit einer Einkaufstasche unterm Arm und energischen Schritten zum offenbar einzigen Geschäft des Ortes ging. Er hätte nicht sagen können warum, aber ihre ganze Erscheinung gefiel ihm in demselben Moment, als er sie sah. So als würde er sie schon lange kennen und eben nach langer Zeit wieder sehen.

Nachdem sie im Geschäft verschwunden war, überlegte er kurz, klappte dann sein Buch zu, ging zu seinem Wagen und holte eine Einkaufstasche aus dem Kofferraum. Er überquerte eilig den Marktplatz und betrat das Geschäft. Erstens brauchte er Proviant für die Wanderungen, die er hier in der Gegend unternehmen wollte, und zweitens wollte er schauen, ob er die groß gewachsene, elegant gekleidete Frau zufällig in ein Gespräch verwickeln könnte.

Viel los war in dem kleinen Geschäft nicht und so sah er sie gleich an einem der Regale mit Bioprodukten aus der Region stehen. Er ließ sich an der Backwarentheke ein paar Roggenbrötchen geben, suchte noch ein Stück Butter, ein paar Scheiben würzigen Käse und Prosciuto Cotto sowie ein Salatherz für sich zusammen und ging dann an die Kasse, an der die große, sehr attraktive Frau ebenfalls gerade ihre Einkäufe aufs Band legte. Offenbar war sie eine Stammkundin, denn die Kassiererin begrüßte sie mit Namen.

Als er seine paar Sachen auf das Band legte, drehte sich die Frau zu ihm um und blickte ihm direkt in die Augen. Sie hatte ein schönes Gesicht, wunderbare lange braune Locken und tiefe braune Augen. Ihre offene freundliche Ausstrahlung und das vorsichtige Lächeln um ihren schönen Mund zog ihn sofort magisch an. Er hätte nicht sagen können warum, es war etwas da, was ihn in ihren Bann zog.

Jetzt wäre der Moment sie anzusprechen, dachte er. Aber er brachte zu seiner Überraschung kein Wort heraus. Und das, obwohl er sonst nie Schwierigkeiten hatte, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Stattdessen schaute er sie einfach an, bis sie sich wieder umdrehte, um ihre Einkäufe zu bezahlen. Während die Kassiererin seine paar Sachen über die Scannerkasse zog, schaute er der schönen Frau nach, wie sie das Geschäft verließ und zu ihrem Auto ging. Schade, dachte er bei sich, das hast du vermasselt. Aber na ja, entweder du triffst sie in den nächsten Tagen wieder, dann wird vielleicht noch etwas draus, oder eben nicht, dann ist es eben so.

Aber schon am übernächsten Tag traf er sie überraschend wieder. Er hatte es sich am Vormittag in einem etwas außerhalb des Ortes gelegenen Restaurant gemütlich gemacht, um ein wenig an dem Roman zu arbeiten, den er gerade als Hobby-Schriftsteller schrieb. Offenbar war dieses Restaurant ein beliebtes Ausflugsziel, denn in dem wintergartenähnlichen Anbau, in dem er saß, und der durch einen großen Kamin angenehm warm beheizt war, wurde es gegen Mittag zusehends voller.

Als er einmal von seinem Laptop aufblickte, sah er die schöne große Frau an der Essensausgabe stehen, an der sich die Wintergarten-Gäste so wie im Sommer die Biergarten-Gäste ihr Essen und die Getränke selber abholen mussten. Nachdem sie sich einen Teller und ein Glas mit Saft auf ihr Tablett gestellt und bezahlt hatte, blickte sie sich, einen freien Platz suchend, im gut gefüllten Wintergarten um. Tatsächlich war wohl nur noch an seinem Tisch ein Platz frei, da die bisherigen Gäste um ihn und seine ausgebreiteten Papiere und den Laptop einen Bogen gemacht hatten.

So freute es ihn, dass sie kurzentschlossen zielstrebig auf seinen Tisch zusteuerte. Schnell tat er so, als hätte er das nicht bemerkt und ließ seine Finger über die Tastatur fliegen. Ist hier noch frei?, fragte sie ihn. Er blickte anscheinend überrascht von seinem Laptop auf. Ja, doch, sicher., beeilte er sich zu antworten. Sie hatte eine schöne klare weibliche Stimme mit einem deutlichen, aber nicht zu ausgeprägten schwäbischen AkzentSie blickte ihn mit ihren tiefen braunen Augen direkt an und auf ihrem Gesicht erschien wieder dieses zurückhaltende freundliche Lächeln, das ihn schon in dem Geschäft vor zwei Tagen so sehr gefesselt hatte. „Wissen Sie, ich würde Sie nicht stören, aber die anderen Tische sind alle besetzt!, sagte sie.

Ach, das macht gar nichts, ich habe jetzt ohnehin eine Pause verdient, entgegnete er, räumte seine Papiere zu einem Stapel zusammen, klappte den Laptop zu und ließ alles in seiner eleganten schmalen Arbeitstasche aus braunem Leder verschwinden, die er auf den Platz neben sich gelegt hatte.

Nachdem sie am Tisch Platz genommen hatte, erkundigte sie sich nach der Rasse seines großen weißen Hundes, der neben ihm auf dem Boden lag und sie interessiert musterte. Das ist ein Weißer Schweizer Schäferhund, sagte er, „Er ist kein Albino, sondern so gezüchtet. Aber entschuldigen Sieich habe ganz vergessen mich vorzustellen: Alex Holzer mein Name, eigentlich sogar Dr. Alex Holzer, aber das lasse ich normalerweise weg.

„Evi, sagte sie schnell, um dann hinzuzufügen: Evi Grundbach. Danke, dass Sie mir an ihrem Tisch Asyl gewähren, es ist wirklich sehr voll heute!

Da haben Sie recht, entgegnete er, das fällt mir auch eben erst auf. Ich war so vertieft in meine Arbeit. Ich bin schon den halben Vormittag hier, nach der Hunderunde am Morgen. Schön haben Sie’s übrigens hier auf der Alb. Sind Sie denn eigentlich von hier?

„Ja, entgegnete sie, „ich bin sogar hier aus dem Nachbarort. Sie haben mich ja vorgestern im Lebensmittelgeschäft gesehen. Sind Sie auf der Durchreise oder bleiben Sie länger?

Teils teils, entgegnete er, ich bleibe ein paar Tage, um an meinem Roman zu arbeiten, dann fahre ich entweder weiter in einen anderen Ort oder zurück nach Frankfurt. Sie unterhielten sich angeregt über seine eigentliche Arbeit und dass er wegen seiner Hobbyschriftstellerei im Urlaub hier ein paar Tage auf der Alb verbringen wollte und eigentlich auf Schnee gehofft hatte. „Sie könnten mir nicht vielleicht ein paar schöne Wanderrouten hier beschreiben, wenn Sie doch von hier sind und sich sicher gut auskennen?“, fragte er sie unvermittelt, denn er genoss die Unterhaltung mit ihr sehr. Sie war nicht nur eine schöne und intelligente Frau, offensichtlich war sie auch gebildet und hier in der Gegend verwurzelt und angenehm bodenständig, und das, obwohl sie ihr eigenes Unternehmen führte, wie sie ihm kurz erzählt hatte. Und so hätte er viel gegeben, mit dieser außergewöhnlichen Frau zusammen durch die Wiesen und Felder der Umgebung zu streifen, anstatt das alleine mit seinem Hund zu tun. Vielleicht könnte er sie statt zum Essen für den Nachmittag zu einer kleinen Wanderung einladen? Sie löste in ihm ein warmes Gefühl von Vertrauen aus, das er schon lange bei keiner Frau mehr empfunden hatte. Er schätzte sie etwa auf sein Alter ein, und dass sie gerne ausgedehnte Wanderungen unternahm, hatte sie ihm schon während ihrer angeregten Unterhaltung erzählt. Und abgesehen davon war sie körperlich eine sehr attraktive und weibliche Frau. Im Kopf stellte er sich vor, wie schön ihr Körper aussehen würde, nach den schönen weiblichen Rundungen zu schließen. Dabei war sie keineswegs mollig, sondern hatte eine stimmige und schön anzuschauende Figur. Sie wusste sich auch gut zu kleiden, was ihm bei einer Frau ebenso wichtig war wie ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Das alles verfehlte seine Wirkung nicht und er hatte mehr und mehr auch ein körperliches Verlangen nach ihr. So beeilte er sich, ihr ein schönes Kompliment über ihre Ausstrahlung zu machen, das nicht zu plump daher kam. Zu gerne wüsste er, wie sie sich anfühlt. Ja, er wollte sie berühren. Er musste es einfach schaffen, mehr Zeit mit ihr zu verbringen.

„Ja, was halten Sie denn dann davon, wenn ich Ihnen nachher eine der schönsten Wanderrouten hier in der Gegend zeige?“, fragte sie ihn, „Vielleicht sind Sie die schon einmal gegangen gestern oder vorgestern, aber es gibt hier ein sehr idyllisches kleines verstecktes Tal, das ist in keinem Wanderführer verzeichnet. Da finden Sie vielleicht eine neue Kulisse für ein Kapitel Ihres Romans?“

„Das ist eine prima Idee!“, erwiderte er, und sein Herz machte vor Freude einen Riesensatz. Da hatte sie doch tatsächlich vorgeschlagen, was er sich nicht getraut hätte, sie zu fragen. „Wann wollen wir denn los?“, fuhr er fort und konnte seine Freude kaum verbergen. „Jetzt ist es ja schon gegen zwei und es wird doch schon um halb fünf dunkel, könnten wir denn überhaupt gleich aufbrechen? Und wo wollen wir uns treffen?“

Sie schlug vor, sich am Marktplatz zu treffen und von dort loszulaufen. Sie würde kurz nach Hause fahren müssen, um ihre Wanderschuhe und passende Kleidung anzuziehen und würde dann bis halb drei zurück sein können. So trennten sie sich, um sich geschwind für eine kleine Wanderung durch die Novemberkälte umzuziehen. Er war aufgeregt wie ein Teenager und konnte sich kaum auf alles konzentrieren. Wo hatte er denn die Wanderschuhe? Die waren doch normalerweise im Auto. Ach, richtig, die hatte er ja zum Trocknen ins Zimmer auf die Heizung gestellt. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend rannte er in sein Zimmer im Gasthof hinauf, zog sich warme Sachen und die Wanderschuhe an und wollte schon wieder aus dem Zimmer stürmen, als ihm einfiel, dass sie ja gar nicht so schnell fertig sein konnte, musste sie doch zu sich nach Hause in den Nachbarort fahren, um sich umzuziehen. Also hatte er ja Zeit, sich noch im Spiegel zu begutachten und zu überlegen, was er noch alles brauchte. Eigentlich nichts, außer dem Telefon, und nachdem sein Spiegelbild seine Zustimmung gefunden hatte, ging er wieder nach unten, ganz aufgeregt vor Freude wie ein kleiner Junge. Er konnte es kaum erwarten, dass sie ihr Auto auf dem Dorfplatz parken würde. Bis dahin würde er einfach noch die Novembersonne auf der Bank auf dem Marktplatz genießen.

Als er vor den Gasthof trat, bemerkte er, dass es jetzt, da die Sonne schon deutlich tiefer stand und lange Schatten warf, doch schon spürbar abgekühlt hatte. Gut, dass er seine warme Winterjacke angezogen hatte. Es würde kalt werden auf der Alb, sicher unter Null Grad, wie schon in den Nächten zuvor. Früher als erwartet sah er sie schwungvoll auf den Marktplatz fahren und in seiner Nähe parken. Djessy, den er an der Leine hielt, begrüßte sie ganz aufgeregt und freudig, als wäre sie eine alte Bekannte, die er schon lange nicht mehr gesehen hatte. Sie gingen zusammen los, Richtung Osten und kamen bald aus dem Ort heraus. Er ließ Djessy von der Leine, der sofort in freudigen Sätzen davon sprang. Gerade unterhielten sie sich über die Landschaft und über den Roman, an dem er arbeitete, da nahm er seinen Mut zusammen und griff vorsichtig nach ihrer Hand. Wie froh er war, dass sie sie nicht zurückzog. Von nun an gingen sie Hand in Hand, wie ein verliebtes Paar.

Wie lange hatte er das schon nicht mehr erlebt. Hand in Hand mit einer Frau, die sein Herz pochen ließ, durch eine schöne Landschaft zu streifen. Nicht alleine zu sein. Er merkte, wie sein Herz schneller schlug, wie er ihre Nähe genoss, wie warm und wohltuend sich ihre Hand anfühlte, diese schöne weiche weibliche Hand, die er in der seinen hielt. So, als wollte er sagen, wir gehören zusammen, dich lasse ich nicht mehr los. Ob sie das auch so empfand?

Unmerklich hatte sich der Horizont mit grauen Schneewolken bezogen. Es wurde dunkler um sie her, gerade als sie in ein enges verstecktes Tal einbogen. Der Weg wurde zu einem Trampelpfad und wand sich stetig ansteigend in leichten Kurven bergan. Links und rechts rückten die bewaldeten Hänge dichter zur Talmitte und wurden gleichzeitig steiler. Er zögerte, weiter zu gehen, aber sie beruhigte ihn, dass das schon ein offizieller Weg sei. Sie könnten am oberen Ende des Tals dann auf ziemlich direktem Weg zurück ins Dorf gelangen. So gingen sie weiter, und während sie angeregt über den Sinn des Lebens und ihre persönlichen Lebensziele sprachen, fing es sachte an zu schneien. Mit ganz kleinen Flocken zunächst, die aber schnell größer wurden. Nun war es doch auch schon ziemlich düster um sie herum, die mächtige graue Wolke direkt über ihnen. Die Flocken blieben sofort auf dem gefrorenen Boden liegen, hier hatte die Sonne heute Mittag durch die dichten Äste der großen Bäume hindurch nicht die Kraft gehabt, den Boden aufzutauen.

Sie setzten beide ihre Kapuzen auf, blieben stehen und schauten eine Weile wortlos Hand in Hand dem dichten Schneetreiben zu. Es war ganz still, sie schienen die einzigen Menschen auf der Erde zu sein. Gerade wollte sie sich zum Weitergehen wenden, als er ihre andere Hand ergriff, sie an sich zog und vorsichtig und sachte auf den Mund küsste. Dann schaute er sie liebevoll und fragend an. Sie beantwortete seine Frage, indem sie ihre Lippen auf die seinen presste, lange, innig, zärtlich. Er umfasste mit seinen langen schlanken Armen ihren ganzen Körper und drückte sie an sich. Ihre Kapuzen umschlossen ihre beiden Gesichter fast vollständig. Es gab nur noch sie beide.

Nach einer wundervollen kleinen Ewigkeit lösten sich ihre Lippen wieder voneinander und sie schauten sich liebevoll in die Augen. Lange, sehr lange, vor den Schneeflocken geschützt durch das kleine Zelt, das ihrer beiden Kapuzen um ihre Gesichter bildeten. Keiner sagte ein Wort, dann küssten sie sich erneut. Lange, zärtlich, liebevoll, hingebungsvoll. Ihre Zungen spielten miteinander, sie konnten einfach kein Ende finden, er hielt sie fest an sich gepresst, so fest er nur konnte. Es fühlte sich wunderbar an. Wie angekommen. So vertraut. So stimmig. So richtig. Die Zeit könnte jetzt einfach stehen bleiben. Eine kleine Ewigkeit lang. Mehr brauchte er gar nicht. Das war schon mehr, als er sich je wieder an Glück zu finden erhofft hatte. Ob sie es spürte, dass es in seiner Hose eng wurde? Er hoffte es. Hoffte, dass sie es genießen würde und sich nicht erschrocken losreißen würde. Mehr Nähe, mehr Zärtlichkeit, sie nicht mehr loslassen, das war es, was er wollte. Als sie sich endlich voneinander lösten, war es völlig dunkel geworden. Wir sollten schauen, dass wir aus dem Wald herauskommen, meinst du nicht auch?, sagte er.

„Ja, stimmte sie ihm zu, Wir gehen noch das kurze Stück Weg da vorne weiter, dann eine Serpentine hinauf und schon sind wir oben auf einer Wiese. Von dort sind es nur noch so etwa zwei Kilometer bis zum Dorf!“ Beide kramten ihre Telefone heraus, schalteten die Lampen ein und setzen ihren Weg eng umschlungen fort. Alle paar Meter blieb er stehen, zog sie an sich und sie küssten sich unendlich zärtlich und hingebungsvoll in völliger Dunkelheit und in der Stille des verschneiten Winterwaldes. So dauerte es eine ganze Weile, bis sie an die Serpentinen kamen. Mühsam kamen sie voran auf dem steilen Stück des Weges, es war durch den Schnee sehr rutschig geworden. Hätten sie nicht beide gute Winterwanderschuhe angezogen, wären sie womöglich nicht hinaufgekommen. Und sie hatten beide ihren Spaß, wenn er sie zwischendurch immer wieder zu sich heran zog und sie liebevoll küsste. Dabei schlüpfte er oft mit seinen Händen unter ihre Winterjacke und ließ sie auf ihrer Taille ruhen. Das genoss er sehr. Das war es, was ihn erregte. Ihren schönen weiblichen Körper zu spüren, mit den Händen vorsichtig zu ertasten. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals.

Wenn er hinter ihr ging, machte es ihm großen Spaß, sie zärtlich am Po zu fassen und bergan zu schieben. Ihm kam es so vor, als tat sie möglichst oft so, als ob sie sein Hilfe brauchte. Und die gab er ihr nur zu gerne, genoss den engen Körperkontakt mit ihr, dieser einzigartigen wunderbaren Frau. Nach so vielen Jahren wieder die Nähe einer Frau zu spüren, einer Frau, die seine Nähe spürbar genoss, die für ihn so spannend als Frau und als Mensch war, mit der er mehr und mehr Gemeinsamkeiten entdeckte. Bisher stimmte einfach alles. Sie war gebildet, konnte sich über jedes Thema unterhalten, das sie bisher angeschnitten hatten, und hatte zu vielem eine fundierte eigene Meinung. Das schätzte er sehr, diesen Gedankenaustausch auf Augenhöhe. Es passte alles ganz wunderbar zusammen. Nicht zuletzt ihre positive lebensbejahende Art. Es machte einfach Spass, mit ihr zusammen zu sein. Mit ihr zu scherzen, zu lachen, sie zu berühren.

Am oberen Ende des kleinen engen Tals angekommen, traten sie aus dem Wald hinaus in eine märchenhaft verschneite Winterlandschaft. Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien. Andächtig blieben sie stehen. Sieh mal, sagte er, „der Schnee sieht im Licht unserer Lampen aus wir eine Million Diamanten. Kann es etwas schöneres geben? Etwas romantischeres?. Sie umarmten sich erneut und küssten sich. Lange. Eine kleine Ewigkeit lang. Schließlich gingen sie weiter und konnten den Weg unter der Schneedecke nur mühsam finden. Zum Glück kannte sie sich hier oben offenbar sehr gut aus.

Zu ihrer Überraschung riss der Himmel auf und der Mond kam zum Vorschein. Es war ein fast voller großer Novembermond, der da auf sie und die weiß verschneite Landschaft schien. Sie schalteten ihre Lampen aus und setzten ihren Weg eng umschlungen fort durch Millionen von glitzernden Diamanten, die bei jedem Schritt vor ihren Füßen davonstoben. In der Ferne konnten sie schon die Lichter des Dorfes erkennen.

Als sie wieder einmal angehalten und sich lange und zärtlich geküsst hatten, sah er ihr lange in die Augen und flüsterte: „Ich bin glücklich. Sehr glücklich. Du bist eine wunderbare Frau.“ Nie zuvor hatte er solch eine Vertrautheit mit einem Menschen gespürt, und das von Beginn an. Selbst mit seiner Frau, von der er bald geschieden sein würde, war das nie so gewesen. Hatte es nie solch ein Vertrauen gegeben. Vielleicht war das der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung? Aber darüber mochte er jetzt nicht nachdenken. Jetzt lebte er ganz im Hier und Jetzt, genoss jede Sekunde dieses innigen Spaziergangs durch die glitzernde Winterlandschaft, eng umschlungen Seite an Seite mit ihr. Nicht sie an seiner Seite, oder er an ihrer Seite. Sondern beide Seite an Seite. Gemeinsam gingen sie schweigend durch die stille, inzwischen sternenklare Nacht.

Kurz bevor sie den Ort erreichten, blieb er unvermittelt stehen, drehte sich ganz zu ihr und zog sie zu sich heran, ganz nah, küsste sie zuerst auf den Mund, dann auf ihre Nase, ihre Stirn, ihre Wangen, streichelte sanft über ihr Haar und drückte sie dann mit beiden Armen noch fester an sich als zuvor. Dann sagte er ganz leise: Ich habe ein Gefühl in mir, dich berühren zu wollen, dich nicht mehr los lassen zu wollen, dich immer spüren zu wollen. Woher das kommt, weiß ich nicht. Es fühlt sich gut an. Sehr gut. Sehr stark. Ich möchte, dass du das weißt und dass ich das nicht nur so dahinrede. Mit dir erlebe ich eine Intensität, die ich völlig verloren geglaubt hatte.“ Damit küsste er sie erneut, diesmal fordernder als zuvor. Wieder spürte er, wie seine Männlichkeit nach mehr Platz in der Hose verlangte. Das spürte sie wohl nur zu deutlich und offenbar gefiel es ihr sehr, denn sie hauchte: Lass uns schnell nach Hause gehen, ja?

Keuchend kamen sie am Gasthof an und beeilten sich, die Treppe hinauf in sein Zimmer zu kommen. Viel mehr bekam er nicht mehr mit, denn sie fielen schon übereinander her, während sie noch ihre dicken Winterjacken auszogen und achtlos auf den Boden fallen ließen. Er ließ seine Hände über ihren ganze Körper gleiten, küsste sie, biss sie zärtlich in ihren Hals, sie erschauerte, er schob seine Hände unter ihre Bluse und spürte endlich ihren schönen weiblichen Körper, ihre schönen jugendlich festen Brüste. Zuerst sanft, dann immer stärker massierte er ihre Brüste und Nippel, die sich einfach unfassbar wunderbar anfühlten. Seine Erregung stieg immer weiter, während sie ihre Hände unter sein T-Shirt schob und seinen schlanken Körper streichelte, sich an ihn drückte, ihren Venushügel durch die Hose hindurch an seinen steifen Schwanz presste. Hastig streiften sie sich ihre Kleider vom Leib, die in Knäueln zu Boden fielen. Er bedeckte ihren Körper mit Küssen, liebkoste ihre Brüste, während sie seine pralle steife Männlichkeit aus der längst zu eng gewordenen Unterhose befreite und seine Hand sich zwischen ihre Beine presste 

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