Der Amorino von FunFactory im Test

Es gibt einen neuen Gott in meinem persönlichen Pantheon: Der Amorino von FunFactory ist ein handlicher Minivibrator mit einigen durchdachten Extras und einem ansprechenden Design. Dem kleinen Liebesgott werde ich fortan sicher öfter huldigen.

Text:  jg

Wie bei allen Produkten von FunFactory begeistert mich zunächst die Verpackung. Sie sieht wertig aus. Wenn man die golden schimmernde Pappmanschette abgestreift hat, kommt eine längliche Schachtel zum Vorschein, die man öffnen kann wie eine kleine Schatztruhe. Im Inneren, in einem tiefroten Bett, schlummert er. Das Magnetkabel ist dezent an der Seite versteckt. Aber zunächst schaue ich vorsichtshalber ins Benutzerhandbuch, denn mein Liebesgott kommt mit einer gespannten Gummisehne, um seine Liebespfeile gezielt abzuschießen. Der gelbe Gummi gibt also erst einmal Rätsel auf. 

Aber in der Bedienungsanleitung ist anhand einfacher, aber geschmackvoller Piktogramme erklärt, was man mit dem „Bogen“ machen kann, und was man bitte unterlassen sollte. Wie man diesen handlichen Vibrator lädt und welche Programme es gibt, ist auch schnell verständlich. Ob ich mir die verschiedenen Rhythmen allerdings merken kann?

Bevor mein Amorino startklar ist, muss er allerdings erst einmal ans Netz. Die Ladezeit ist relativ lang. Man sollte seine Lust also etwas planen oder zügeln. Mit dem Magnetkabel habe ich zuerst ein paar Probleme, obwohl die Handhabung eigentlich einfach ist. Acht Stunden später sind wir dann aber beide endlich bereit. Laut Handbuch hat er bei geladenem Akku eine Standbyzeit von sagenhaften sechs Monaten.

Die drei Knöpfe am Griff erlauben eine intuitive Bedienung. Ich schalte also erst einmal an und los brummt mein Liebesgott. Ganz leise ist er nicht. Also vielleicht nicht im Nachtzugabteil auspacken. Da wir uns beide ja erst einmal kennen lernen wollen, bevor ich die „Gretchenfrage“ stelle, nehme ich die Menüführung zur Hand. Etwas verwirrend ist die Grundeinstellung, nach der man zwei Modi in die eine Richtung (minus) und acht Modi (plus) in die andere Richtung schalten kann. Dazwischen gibt es eine weitere Vibrationsstufe. Ich beginne mit der „Parkposition“, die standardmäßig beim Einschalten lossummt. Sie heißt nicht so, erinnert mich aber an eine Automatikschaltung im Auto. Mit der Minus-Taste schalte ich mich zuerst in Merengue-Mode. Dabei handelt es sich um zwei normale, sanfte Vibratorrhythmen ohne Schnick und ohne Schnack. Mit der Plustaste geht es dann schnell wieder in die andere Richtung. Kommt es mir nur so vor oder hat jedes Vibrationsprogramm eine andere Tonhöhe? Vielleicht bringt mich mein neuer Gott nicht nur zum Jubilieren, sondern singt selbst, wenn man zwischen den Vibrationsstufen virtuos hin- und herschaltet? Dann erreiche ich Aerobic-Mode. Und jetzt wird es wirklich sportlich. Mein Amorino beginnt zu pulsieren. So richtig ab gehen wir beide in Razzle Dazzle-Mode. Pulsierende Stöße und Vibrationen in unterschiedlicher Intensität. Wow. Das kann was. Soviel zu den Programmen. Wenn man sich etwas mit der Programmierung beschäftigt, weiß man bald auch, wie man zu seinen Lieblingsprogrammen kommt. Eine Nummerierung im Handbuch wäre allerdings eine Hilfe.

Natürlich kann man sich wunderbar allein vom kleinen Liebesgott verwöhnen lassen, aber er ist auch ein nettes Partnerspielzeug. Seine Doppelspitze trifft definitiv ins Schwarze – egal, ob als Stimulation für Klitoris und Vagina oder (ohne Gummiring) für Rosette und Vagina. Durch den Gummiring bereitet die Vibration an den Schamlippen zusätzliches Vergnügen. Hier hat wirklich jemand mitgedacht. Lange braucht der wirklich gut in der Hand liegende Gott nicht, um mich in den Orgasmushimmel zu befördern. Volltreffer. Einziger Kritikpunkt ist die Silikonoberfläche, die ein Staubmagnet ist.

Mein Fazit: Der Amorino von FunFactory ist ein handlicher Minivibrator mit einigen durchdachten Extras und einem ansprechenden Design. Er ist recht einfach und intuitiv zu bedienen. Ein Blick in die Bedienanleitung vor der Benutzung lohnt sich aber. Mit 70 Euro kein ganz preiswertes Spielzeug, aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, denn der Liebesgott wird garantiert öfter zum Einsatz kommen.

Design ***** / Innovation ***** / Bedienung *** / Pflegeleichtigkeit **** / Lustfaktor *****

 

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