Camgirl

Webcam Modeling – das Performen vor der Webcam – hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Dank der Digitalisierung und dem Aufstieg von einschlägigen Plattformen erfüllen immer mehr Erotikdarstellerinnen ihrem Publikum vor laufender Kamera fast jeden Wunsch. So auch Mia Minou. Welche Chancen und Herausforderungen die junge alleinerziehende Mutter in der Branche sieht, erzählt sie im Gespräch. 

Interview: Cäcilia Fischer, Foto: Julia Brandt

 

Mia, es gibt viele Begriffe für Frauen, die sich gegen Bezahlung erotisch vor der Kamera zeigen. Wie beschreiben Sie sich selbst?

Wenn ich mich Leuten aus der Branche vorstelle, dann als Cam-Girl. Klar drehe ich auch Pornos, aber nur nebenbei nach Lust und Laune und für meine eigenen Accounts.

Wie sind Sie zum Webcam Modeling gekommen?

Ich habe vor dem Corona-Lockdown 2020 in einer Bar gearbeitet. Als das nicht mehr ging, meinte mein damaliger Freund, er kenne eine Frau, die damit Geld verdient, vor einer Webcam zu posieren und erotische Wünsche der Zuschauer zu erfüllen. Ich hatte zwar schon von Web Modeling gehört, wollte aber eigentlich nichts Erotisches online machen. Zuvor hatte ich gelegentlich in einem Strip-Club gearbeitet, das ist aber etwas anderes, denn davon wusste niemand im Familienkreis. Ich war ja erst 19 und wollte nicht, dass meine Eltern was erfahren. Dann habe ich mich aber doch auf einer Erotikplattform angemeldet und gleich mal 200 Euro verdient. In nur drei Stunden! Damals war My Dirty Hobby noch eine der kleineren Plattformen. Ich war da ein Jahr lang exklusiv unter Vertrag. Wie andere auch habe ich mit meinem Freund zusätzlich Pornos hochgeladen. Wir hatten Spaß daran. Als ich schwanger wurde, habe ich aber aufgehört und alle Accounts gelöscht. Richtig intensiv mache ich das erst wieder seit letztem Jahr.

Warum das Comeback? Mit 24 hätten Sie auch eine Ausbildung machen können.

Ich mag meine Arbeit, sie liegt mir. Ich war schon immer offener als andere und habe auch kein Problem damit, wenn mich Leute anschauen. Irgendwie finde ich es sogar geil, von Männern nackt gesehen zu werden. Und die Arbeit vor der Kamera macht mir echt Spaß.

Das vollständige Interview lesen Sie in Séparée No.44

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