Zuckerbäcker

Ein paar unchristliche Vorschläge für das Backen in der Vorweihnachtszeit von T.S.Grunwald

Text: Jona Rahel Armborst
Fotos: analogicus/pixabay, by-studio/stock.adobe.com

In der schönen Weihnachtszeit, wenn die frommen Bäckersleut‘ viele süße Zuckersachen backen und zurechte machen, wünschten Max und Moritz auch sich so etwas zum Gebrauch.

Vorsichtig ritzt das spitze Messer die schwarzbraune Schote auf. Dunkle Körnchen verströmen einen betörenden Duft. Behutsam vermenge ich den Teig mit der kostbaren Tahiti-Vanille und knete ihn, bis er eine weiche, geschmeidige Konsistenz annimmt. Zwischen meinen Fingern klebt die saftige, glatte Masse, die ich gleich in die hohe Springform gießen und mit süß-sauren Äpfeln belegen werde. Der Gedanke an den frisch gebackenen, goldgelben Apfelkuchen lässt meine Nasenflügel erbeben und den Speichel in meiner Mundhöhle zusammenfließen. Als ich gerade die letzten Teigreste mit meiner feuchten Zunge aus der Schüssel lecken möchte, reißt mich ein fester, starker Arm nach hinten und zieht leicht, aber entschlossen an meiner Zunge. Er dreht mich zu sich und bedeutet mir zu schweigen und ganz still zu stehen. Brav füge ich mich seinen Anweisungen und versuche, mit zitternden Fingern die weiße Spitzenschürze, die er mir um Nacken und Hüfte geknotet hat, glattzuziehen. Dabei entdeckt er Fettflecken auf dem Baumwollbatist, eine Nachlässigkeit, die nach sofortiger Bestrafung verlangt. Ich beuge mich über das Spülbecken und recke ihm meinen Po entgegen. Mit dem flachen Ende der ledernen Reitgerte streicht er über meine feuchten Schamlippen und rötet zugleich meine Pobacken mit kleinen, schnellen Schlägen mit der flachen Hand. Ich lege meine glühenden Wangen auf den Rand des kühlen Edelstahlbeckens und genieße, wie sich der Rhythmus seiner Schläge beschleunigt.

Am Wasserhahn nestelnd versuche ich ein Paar Tropfen kühle Flüssigkeit zu erhaschen, während er abwechselnd die Feuchte meiner beiden Löcher prüft, ohne jedoch die Schläge – nun mit der Gerte – zu unterbrechen. Plötzlich tritt Stille ein. Das Brennen meiner Haut klingt ab. Kühles Wasser fließt über mein Gesicht. Er führt mich zum Küchentisch und legt mich auf den Rücken. Anschließend holt er die blaue Plastikschüssel und steckt beide Hände tief in die Masse, die er dick und üppig auf meinen Brüsten verteilt. Meine Brustwarzen erigieren und bilden kleine Hügel unter dem Teig.

Gleich erscheint der Meister Bäcker und bemerkt die Zuckerlecker.

Er drückt und formt die Hülle, bis sie seinen Vorstellungen entspricht. Den gewölbten Venushügel überzieht er mit einer dünnen Schicht, die durch ein zusätzliches Eiweiß glänzend und ölig wie Gleitflüssigkeit wird. Seine Hände kneten und massieren energisch und beharrlich meinen Körper, so dass sich jeder Muskel mit dem Teig unauflösbar zu verbinden scheint.

Eins, zwei, drei! – Eh‘ man’s gedacht

Mein Leib wird zu einer faserigen, klebrigen Masse, der er nach Gutdünken Form verleiht. Mein Herz pocht in diesem Körperteig wie ein Tier, das sich durch unterirdische Gänge wühlt. Die unter seinem heißen Atem vibrierenden, flirrenden Härchen verkriechen sich unter der schützenden Hülle und treiben feine Wurzeln in die pulsierende Bestie, die heftig atmend zu meiner Vagina vordringt. Der Körperteig bebt und droht zu bersten. Ein kochender Blutvulkan in jeder Ader.

Ruff! Man zieht sie aus der Glut;

Der Körperteig wird fest und knusprig, bäumt sich auf unter seinem walkenden, formgebenden Leib. Er bricht ihn entzwei und steckt seine wölfische Zunge in die klaffende Wunde, leckt Vulkanblut aus dem süßen Schlund. Sein Finger durchbohrt die Teighaut und dringt in meinen Anus vor, der sich unter der warmen, schützenden Hülle gedehnt und geöffnet hat …

Den letzten Absatz müssen wir euch an dieser Stelle leider vorenthalten, aber hier könnt ihr die Geschichte zu Ende lesen: http://fleurdumal.de/weihnachstbaeckereien/

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