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Spritzig!

separee
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Ina Stein

Dass die weibliche Vulva ein Feuchtgebiet der besonderen Art ist, sollte hinreichend bekannt sein. Über ihre Fähigkeit zur Ejakulation allerdings wissen die meisten Frauen wenig bis gar nichts – und dieser blinde Fleck im erotischen Wissens-Pool sorgt nicht nur für Verunsicherung, sondern bringt viele Frauen um einen köstlichen Genuss. Leider. Denn das weibliche Squirting-Potenzial ist eine sehr sinnliche Ressource. Zeit für eine Hommage an diese weibliche Kunst!

  • Text: Ina Stein
    Collagen: Alexandra Schimske

Das Wichtigste zuerst: Squirting hat nichts mit Blasenschwäche zu tun, sondern ist ein sichtbares Zeichen purer sexueller Energie. Dieses Phänomen ist kein gynäkologisches Ufo, denn jede Frau besitzt grundsätzlich die Fähigkeit zur Ejakulation. Sie ist ein natürlicher Teil des weiblichen Reaktionszyklus beim Sex, eine mögliche orgasmische Reaktion. Diese kann, muss aber nicht auftreten, denn Erotik kennt schließlich keine Normen. Es hat also nichts mit mysteriöser Hexenkunst zu tun, dieses Können für sich zu entdecken und zu kultivieren, sondern zeugt von sexueller Neugierde und Genussfähigkeit. Statt wegen des Lustwassers peinlich berührt zu sein oder gar Inkontinenz als Ursache zu befürchten, können Frauen voller Stolz ihr erweitertes Lust-Potenzial genießen. Doch leider wurde Squirting inzwischen weitgehend zum Mythos degradiert. Deshalb sollte dieses Thema nun endlich zurück auf seinen verdienten Platz, um die unendliche Vielfalt der weiblichen Sexualität zu bereichern!

Fakt ist: In einer Welt, die in vielen Bereichen oversexed & underfucked wirkt, übt die weibliche Ejakulation eine eigentümliche Faszination aus. Dabei lässt sich das Phänomen auch ganz sachlich zusammenfassen: Wissenschaftler sprechen hier ganz unsexy von „ejakulativen Flüssigkeitsemissionen aus den weiblichen Genitalien“, die hauptsächlich in den sogenannten Paraurethraldrüsen (= G-Punkt) produziert und bei sexueller Erregung stoßweise freigesetzt werden. Diese Drüsen gelten als weibliche Prostata, die übrigens von Frau zu Frau individuell geformt ist. Mehrere winzig kleine Ausgänge in den Endbereichen der Harnröhre dienen als Ausgang für das Ejakulat; ein Großteil der Drüsen mündet direkt in der Harnröhre, zwei große Kanäle enden rechts und links neben der Harnröhrenöffnung.

Beim weiblichen Squirting-Wasser handelt es sich definitiv nicht um Urin oder Lubrikationsflüssigkeit. Es quillt, läuft oder spritzt im Moment höchster Ekstase aus der Harnröhre heraus und ist eine eigenständige Prostataflüssigkeit, die von jeder Frau in individuell unterschiedlichen Mengen produziert wird; die Bandbreite reicht von wenigen Tropfen bis hin zu mehreren Hundert Millilitern. Auch diesbezüglich gibt es selbstverständlich keine Norm. Gleiches gilt für die Konsistenz bzw. das Aussehen des weiblichen Ejakulats: Es kann z. B. wässrig und klar sein oder eher sämig, trüb und milchig. Die jeweilige Zyklusphase, Ejakulationshäufigkeit und Ernährungsweise sind nur einige der Faktoren, die hierbei sicherlich eine Rolle spielen ...

Lesen sie den vollständigen Beitrag in Séparée No.4.

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