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Reibknie

separee
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Jens Hendrysiak

Der neben mir hat Knoblauch gegessen. Es müffelt, ist stickig, die Fenster sind beschlagen. Feuchter Moder. Tram fahren im Winter. Ich hasse es.

Sie setzt sich auf den Sitz gegenüber. Ich sehe nur Beine. Kilometerlange Beine in Jeans. Ich ziehe meine Beine ein, merke jedoch sofort, so funktioniert das nicht, wir würden beide äußerst unbequem sitzen und mit den Knien aneinander stoßen. Ich deute ihr mit den Händen an, unsere Beine zu verschachteln. Sie nickt unter ihrem Schal, der das halbe Gesicht verdeckt. Stellt ein Bein zwischen meine, ich habe ein Bein zwischen ihren. Die Straßenbahn fährt los. Wir versuchen krampfhaft, unsere Schenkel nicht zu berühren.

Ich sehe aus dem Fenster und lasse den Blick unauffällig zu ihr wandern. Lustige Mütze auf, mit Öhrchen dran. Sehe nur ihre Augen, der Schal verdeckt den Rest. Tolle leuchtend grüne Augen. Darüber makellose Augenbrauen, eleganter Schwung. Kaum geschminkt. Plötzlich sieht sie mich an. Verlegen wie ein ertappter Junge sehe ich nach rechts zu meinem Sitznachbarn, der guckt mich auch an, ich ziehe die Augenbrauen hoch und lächle, er guckt wieder weg. Ich rieche Knoblauch.

Die Frau und ich sehen beide wieder aus dem Fenster. Eine scharfe Kurve, der Wagen rumpelt, unsere Schenkel berühren sich. Zu meiner Überraschung löst sie den Kontakt nicht. Lehnt ihre Schenkel an meine. Ich sehe sie an, sie guckt interessiert auf die Straße. Also genieße ich die warmen Schenkel. Die Straßen in Leipzig sind oft marode, die Straßenbahn rumpelt vor sich hin. Mit jedem Rumpler rutsche ich etwas tiefer. Sie auch. Wir schenkeln weiter. Immer cool aus dem Fenster sehen. Rutschen uns langsam entgegen, bis ich ihr Knie in meinem Schritt spüre und mit meinem Knie im Zentrum ihrer Schenkel lande. Ich blicke wieder zu ihr, sie sieht sich ein Kinoplakat an.

Sie beginnt ganz langsam, ihr Becken vor und zurück zu bewegen. Erhöht den Druck auf mein Knie und löst ihn wieder. Kaum wahrnehmbare Bewegungen. Ich starre sie immer noch an, sie ignoriert mich. Drückt weiter. Ihre warmen Schenkel. Ich bekomme einen Ständer. Muss sie mit dem Knie spüren. Presst ihre Beine zusammen, gibt mir so das Zeichen, ja, ich spüre deinen Schwengel. Sie pulsiert weiter mit ihrem Becken. Vor, zurück, vor, zurück. Bei jedem Vor presst sie ihr Knie in meine Eier. Sie erhöht den Druck, ich sehe wie sich ihre Wangen röten. Sie löst den Schal und lehnt ihren Kopf an das Fenster. Wie schön sie ist. Nicht makellos, ihre Nase ist ein bisschen zu groß, aber sie strahlt. Eine Sonne, die pure Weiblichkeit brüllt. Ihr Mund ein Bett. Volle Lippen, perfekt, rot. Es muss Männer wahnsinnig machen diese Lippen zu küssen. Stelle mir vor wie es ist, meinen Prügel zwischen diese Lippen zu tauchen. Mir wird heiß.

Meine enge Jeans ist etwas überfordert. Mein Schwanz ist in ihr so eingezwängt, dass es nur eine minimale Bewegung braucht, um die Vorhaut zurück und wieder vor zu schieben. Ich kann also kaum merkbar onanieren. Wir beide, diese wunderschöne Frau und ich, die warmen Schenkel, mein steifer Prügel und ihr drückendes Schambein fahren wichsend durch Leipzig. An den Haltestellen machen wir eine Pause. Spannung halten. Nicht auffallen. Beim Anfahren geht es weiter. Drücken, loslassen, schieben. Verdeckt durch dicke Winterjacken. Mir wird immer heißer, ich wage es jedoch nicht die Jacke zu öffnen. Will weiter von ihrem Knie gefickt werden.

Ihre versteckten Bewegungen werden schneller. Kopf an das Fenster gelehnt. Rote Wangen. Atem beschlägt das Fenster, ihre Augen geöffnet. Sie sieht nach draußen, sieht nichts, ist im Schritt, im Zentrum ihrer Lust, an ihrer Klitoris, reibt, schiebt, drückt, millimeterweise, atmet. Ich mikrowichse in meiner Jeans. Sehe nochmal zu meinem Sitznachbarn. Der atmet Knoblauch in den Gang, beobachtet zwei Jungs, die in ein Handy starren. Alles easy. Keiner beachtet uns. Sie drückt fester, ich lasse meine Vorhaut schnellen. Ich komme, presse mein Knie mit aller Kraft in ihren Schritt, sie hält dagegen, presst ihr Knie in meine Eier, ein kurzer Luftstoß aus ihrem leicht geöffneten Mund, ich benässe mich heftig.

An der nächsten Haltestelle steigt sie aus und würdigt mich keines Blickes. Ich sitze bedröppelt da, durch die Jacke steigt Spermadunst nach oben. Mein Sitznachbar sieht mich an. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und deute mit dem Kopf auf die zwei Jungs mit dem Handy. Er sieht mich weiter an. Mein Schwanz schrumpelt, es ist kalt und nass. Ich hasse es, morgens mit der Tram zu fahren, vor allem jetzt im Winter.

 

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